Die obligatorische heimatkundliche Fortbildung am Buß- und Bettag führte die Germaringer Lehrer in diesem Jahr an den Lech nach Landsberg. Bei frühlingshaften Temperaturen und blauem Himmel traf sich die Gruppe vor dem historischen Rathaus des großen Baumeisters Dominikus Zimmermann zur Stadtführung. Frau Jacobs, studierte Volkskundlerin und Museumspädagogin, brachte in den folgenden zwei Stunden der Gruppe ihre Stadt äußerst kompetent und kurzweilig näher.

Lehrerausflug

Im Salzstadel (heute eine begehrte Wohnanlage am Kanal) wurde das „weiße Gold“ sorgsam gelagert und machte mit dem Salzpfennig die Stadt im Mittelalter wohlhabend. Sehr beeindruckend war auch ein weiteres Werk von D. Zimmermann, die Johanniskirche, die mit ihrem „theatrum sacrum“-Altar eine der reizvollsten Schöpfungen des bayerischen Rokokos besitzt. Hier sollten in früherer Zeit, gerade bei einem hohen Anteil von Analphabeten, religiöses Wissen vermittelt und mit theatralischen Effekten beim Betrachten der biblischen Bilder gefühlsbetonte Wirkungen erzielt werden. Diesen Effekt löst auch heute noch das wundersame Kreuz in der Heilig-Geist-Kirche aus, welches den Besucher an jedem Standort im großen Kirchenraum gleichsam optisch verfolgt und immer auf den Betrachtenden zeigt.

Der grandiose Ausblick vom Jungfernsprung-Turm und das Mittagessen im Gasthaus „Hexenturm“ belohnte zum Abschluss der Führung die rundum begeisterte Germaringer Gruppe. Ein herzlicher Dank an die „alte Landsbergerin“ Frau Forstner für die perfekte Organisation dieser gelungenen Fortbildung!