Es ist eine der bekanntesten biblischen Geschichten: Die zwei niedergeschlagenen Emmaus-Jünger begegnen dem auferstandenen Jesus, ohne ihn zunächst zu erkennen. Erst beim gemeinsamen Brotbrechen wird ihnen klar, wer sie da eigentlich begleitet hat. Im Rahmen eines Pilgergottesdienstes, der die Germaringer Mittelschüler mit ihren Klassleitern bis zum Georgiberg und wieder zurück führte, lernten die Jugendlichen diese Geschichte nochmal ganz neu kennen – und brachten sie auch mit ihrer eigenen Situation in Verbindung.


An der ersten Station sollten die negativen Erinnerungen an das ausklingende Schuljahr aufgeschrieben und symbolisch in einen Papierkorb geworfen werden. Von sämtlichen Lasten befreit konnte so gut nach Untergermaringen gepilgert werden. An der dortigen zweiten Station erinnerten sich die Schüler an Freunde, Familienmitglieder und Lehrer, von denen sie in den letzten Monaten Unterstützung und Begleitung erfahren haben. Eine Kräftigung konkreterer Art erfuhren die jungen Pilger dann an der dritten Station, wo sich die jeweiligen Klassengemeinschaften Brot teilen durften. Der Pilgerweg endete schließlich an der Kirche St. Georg, wo den Schülern an einer vierten Station der Segen Gottes zugesprochen wurde. Der Inhalt des Papierkorbs – also die negativen Erinnerungen an die vergangene Zeit – wurde kurz vor Schulschluss im Pausenhof verbrannt. Die Sommerferien und das nächste Schuljahr können also kommen!

Die Stationen des Pilgerwegs leiteten die Lehrkräfte Julia Kaufmann, Achim Jung und David Großmann, sowie die Pfarrer Joachim Gaida und Wolfgang Krikkay. Großartige Unterstützung erfuhren sie dabei von Schülerinnen und Schülern der Klasse M9d, die freiwillig und mit großem Engagement dabei waren. Herzlichen Dank dafür!